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21.10.10

Unsere Vereinsgeschichte

Vom Beginn einer Fußballtradition
1919-1933

Die Gründung des Arbeitersportvereins Grube Marga
Als die Ilse-Bergbau-AG nach dem Ende des ersten Weltkriegs auf der Suche nach Arbeitskräften war, fanden viele junge Männer den Weg in die Niederlausitz. 1919 kam auch der damals 18jährige Willy Hübner als Erdarbeiter nach Grube Marga. Wer einen Zettel am „Schwarzen Brett“ anbrachte, wurde nie bekannt. Doch Willy Hübner sowie Prenzel, Grabheim, die Brüder Kollosche und Bruno Kaffka folgten dem Aufruf einen Fußballverein zu gründen. Ohne Sportplatz, Ball und Trikot aber mit dem festen Willen Sport zu treiben brachten sie ihr Vorhaben voran. Nach dem der erste Ball beschafft wurde war auch gleich der erste freundschaftliche Vergleich angesetzt. Zu Fuß maschierten die Männer nach Grube Erika, dem heutigen Lauta. Mit einem 2:1-Erfolg gegen die gastgebenden Kumpel begann die 90jährige Tradition des heutigen Briesker Fußballs.Diese Arbeiter gründeten im Jahre 1919 den Fußballverein Grube Marga und legten den Grundstein für eine inzwischen 90jährige Fußballtradition.

Schon in den ersten vier Jahren des Bestehens entwickelte sich der Verein enorm. Unzählige, freiwillige Arbeitsstunden opferten die Bergarbeiter nach ihrer schweren Arbeit um am Ortseingang von Grube Marga einen Sportplatz zu errichten. Dieser war nötig geworden, da sich 1924 neben zwei Männermannschaften auch zwei Jugend- und zwei Schülermannschaften gebildet hatten.Nach harten Arbeitskämpfen mit der Ilse-AG, die den 12-Stunden-Tag wieder eingeführt hatte, verließen viele Arbeiter die Region oder wurden entlassen. Der Arbeiterfußball in Marga stand vor dem Aus. Erst 1928 tragen die gelegten Wurzeln wieder neue Keime. Fritz Stiller, Erich Lehmann, und Hermann Fischer gehören zu den Männern die dem Fußball in Marga das zweite Leben schenken. 
Noch vor dem Verbot des Arbeitersports 1933 gelingt den Kumpels des SV Sturm Grube Marga der erste Erfolg der Vereinsgeschichte. Mit Siegen gegen Keune/Forst und Cottbus 93 gewinnt Grube Marga die Niederlausitzer Meisterschaft im Arbeiterfußball und qualifiziert sich für das Halbfinale um die Ostdeutsche Meisterschaft. In Senftenberg gastiert zunächst Danzig-Langfuhr und wird vor 3 000 Zuschauern mit 8:0 bezwungen. Im zweiten Halbfinale setzte Stettin-Sywdosaue gegen den amtieren Deutschen Meister im Arbeitersport Adler 08 Berlin durch. In Senftenberg kommt es zum Finale um die Ostdeutsche Meisterschaft. 4 000 Zuschauer feiern nach einem 4:2-Sieg gegen Stettin ihre Mannschaft. Der Arbeitersport wird verboten. Die Deutsche Meisterschaft wird nicht mehr ausgetragen und Grube Marga in die 3. Kreisklasse zurückgestuft.

Erstklassiger Fußball
1933-1949

Grube Marga auf dem Weg ins Oberhaus des DDR-Fußballs
Wer glaubte, dass nach dem Verbot des Arbeitersports die Mannschaft der Grube Marga auseinanderbrach sah sich getäuscht. Von Jahr zu Jahr gelang den Knappen der Aufstieg in die jeweils höhere Spielklasse. Im Jahr 1940 war es dann geschafft. Dem SV Sturm Grube Marga gelang der Aufstieg in die Gauliga Berlin/Brandenburg, der damals höchsten Spielklasse im Dritten Reich. Der Meister qualifizierte sich für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Als einziger Provinzklub galten die Knappen als unbequemer Gegner. Mit Respekt gastierte die Berliner Konkurrenz von Hertha BSC, TennisBorussia oder der Sp.Vgg. Blau-Weiß 90 im Niederlausitzer Revier. Während im erst Jahr der Klassenerhalt sicher erreicht wurde, musste die Mannschaft im zweiten Jahr ihrer Zugehörigkeit als Tabellenschlusslicht den Abstieg antreten. Erst 1946 machte der Fußball in Brieske/Marga wieder aus sich aufmerksam. Fritz Zaumseil und Edmund Hampel die beiden Vorsitzenden des Vereins sowie Paul Lehmann, Arthur Drescher, Werner Riska und viele andere arbeiteten am Wiederaufbau des Vereins. Schon 1947/48 wurde Marga Westlausitzer Bezirksmeister. 1949 standen die Fußballer der neuen BSG Franz Mehring Marga, die dem Braunkohlenkombinat angeschlossen wurde im Finale um die Brandenburgische Meisterschaft gegen Babelsberg. Nach den Hin- und Rückspielen war ein drittes Entscheidungsspiel notwendig, welches die Babelsberger vor 8 000 Zuschauern in Eberswalde glücklich mit 2:1 für sich entschieden. Nur zwei Wochen später gelang den Knappen die Revanche. Im Endspiel um den Brandenburger Pokal setzen sich die Knappen mit 4:1 gegen die Babelsberger durch und feierten den Landespokalsieg.
Mit der Vizelandesmeisterschaft qualifizierte sich Grube Marga für die neue DDR-Oberliga, die zunächst als Deutsche-Sportbund-Liga bezeichnet wurde. Bereits am ersten Spieltag der Saison 1949/50 gastierte die BSG Franz Mehring Marga beim Ostzonenmeister der Vorsaison ZSG Union Halle. Schnell führte die Mannschaft von der Saale mit 2:1. Doch die kampfstarken Knappen erarbeiteten sich noch zwei weitere Treffer und gewannen beim Meister mit 4:3. Als am 5. Spieltag dann Meisterschaftsfavorit Dresden- Friedrichstadt in der Elsterkampfbahn gastierte und vor 10 500 Zuschauern mit 4:0 besiegt wurde war Fußball-Brieske im Oberhaus endgültig angekommen. Somit brachten die Knappen für die folgenden 13 Jahre Erstligafußball in die Niederlausitz.

Ein Fußballdorf im Oberhaus
1949-63

Brieske/Senftenberg in der DDR-Oberliga
Die Begeisterung unter den Menschen in der Umgebung für die Fußballer aus Brieske/Senftenberg war enorm. Tausende strömten Woche für Woche in die Elsterkampfbahn, die dem Ansturm kaum noch gerecht werden konnte. Am 4. November 1953 wurde an der Fernverkehrsstraße, die den Ort durchquerte ein neues Stadtion eingeweiht. 35.000 Zuschauer bejubelten die damalige sowjetische Spitzenmannschaft von Torpedo Moskau die mit einem Spiel gegen die Oberliga-Elf der Knappen das Stadion eröffente.

In den Jahren folgenden Jahren sollte die neue Spielstätte Schauplatz der größten Briesker Erfolge sein. In einer spannenden Saison 1956 gelang Brieske der Sprung auf Platz 2 der Meisterschaft und durfte sich DDR-Vizemeister nennen. Der 3. Platz 1958 bewies, dass der Erfolg des kleinsten Oberligadorfes keine Eintagsfliege war. Die geplante Verlegung des Sportclubs nach Cottbus ging in den folgenden Jahren mit dem Leistungsverfall im Oberligakolletkiv einher. So musste dieMannschaft 1963 nicht nur den Gang in die 1. DDR-Liga antreten. Nein, die gesamte Mannschaft wurde nach Cottbus zum neugegründeten SC delegiert, aus dem 1966 die BSG Energie entstand.

Während der 13. Oberliga-Jahre gelang es insgesamt vier Brieskern sich für die A-Nationalmannschaft der DDR zu emfehlen. Forst Franke (im Bild vorn), Heinz Krüger, Lothar Haak und Heinz Lemanczyk kamen in den 1950er Jahren für die DDR-Auswahl zum Einsatz.

Im Schatten des Sportklubs
1954-72

BSG Aktivist Brieske-Ost und Aktivist Senftenberg als Keimzelle
Nicht jedem der gern Fußball spielte gelang der Sprung in die Briesker Oberligamannschaft. Seit 1954 entwickelte sich parallel zum Sportklub eine Betriebssportgemeinschaft, die 1963 das Erbe des SC Aktivist antrat. Schon 1964 gelingt der BSG der Aufstieg in die DDR-Liga. Sang- und klanglos verabschiedet sich Brieske nach nur einem Jahr Ligazugehörigkeit aus dem DDR-Maßstab und muss in den Folgejahren die Bezirksliga als ihren Leistungsmaßstab anerkennen. Auch in Senftenberg wurde neben den beiden Briesker Vereinen Fußball gespielt. Die BSG Aktivist Senftenberg war 1953 erster Cottbusser Bezirksmeister, fristete jedoch seit einigen Jahren ein Bezirksklassendasein. Der Zusammenschluss beider Betriebssportgemeinschaften im Jahr 1972 sollte sich in der Folgezeit als richtig eine erfolgreiche Entscheidung für den Fußballsport in Brieske/Senftenberg erweisen.

Die Zeit des großen Fußballzwergen war vorbei
1972-90

Fußball-Brieske pendelte in den Jahren bis zur politischen Wende 1990 zwischen DDR-Liga und Bezirksliga hin- und her. Fünf Mal gelang seit 1972 der Aufstieg in die zweite Liga, eben sooft musste die Mannschaft aus jener Staffel absteigen. Insgesamt spielte die BSG noch 15 Jahre bis zur Wende im DDR-Maßstab. Der Aufstieg 1990 in die letzte Saison der DDR-Liga verdankte die Mannschaft der BSG Empor Mühlberg, die als Tabellenerster auf ihr Aufstiegsrecht verzichtete. Für den neugegründeten FSV „Glückauf“ Brieske/Senftenberg sollte dies in den kommenden Jahren noch einmal großen Fußball bedeuten.

"Glückauf" hält die Tradition hoch
1990 bis heute

Die notwendige Umstrukturierung nach der der politischen Wende brachte den Briesker Fußball in die Amateuroberliga, die mit attraktiven Berliner Mannschaften und Team aus dem ehemaligen Oberhaus, die die Qualifikation für den Profibereich nicht schafften, gespickt war. Doch für das kleine Brieske sollte die Last dieses Leistungsmaßstabes zu schwer werden. Ein 15. Platz bedeutete den Abstieg in Brandenburgs Verbandsliga. Als in den ersten Jahren den ersten Jahren der Wiederaufstieg nicht gelingen wollte, sank auch das Leistungsniveau bis im Jahr 2003 der Fall in die Landesliga nicht mehr zu stoppen war. Der direkte Wiederaufstieg wollte auch diesmal nicht gelingen Erfahrene Briesker Urgersteine wie Norbert Schuppan und Wolfgang Hoffmann betreuten die Mannschaft. Doch Fußball-Brieske schien zu Hause angekommen. Ein 10. Platz im Jahr 2007 sollte die bisher schlechteste Platzierung darstellen. Mit Heiko Gajewski übernahm in jenem Jahr ein weiterer, ehemals erfolgreiche Briesker Spieler das Traineramt. Doch auch im Folgejahr waren die Zuschauer in der Elsterkampfbahn ernüchtert als die Vorjahresplatzierung erneut erspielt wurde. Nach einem Auftakterfolg gegen Guben stolperten die Knappen in Neuzelle und Hohenleipisch und am 3. Spieltag stand Platz 9 zu Buche. Dann spielte Brieske auf. Es folgten 14 Spiele ohne Niederlage und die Mannschaft schnupperte zum ersten Mal die Luft an der Tabellenspitze. Eine kurze Schwächephase nach der Winterpause, brachte die Knappen am 22. Spieltag zurück auf dem Thorn der Landesliga, der bis zum Saisonende verteidigt wurde. Geschafft! Fußball-Brieske feierte im Jahr seines 90jährigen Bestehens die Rückkehr in Brandenburgs höchste Spielklasse

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